Warum aus mir nicht wurde, was aus mir hätte werden können:

Zu den Ereignissen, die mich entscheidend geprägt haben, gehört meine Geburt. Diese Veranstaltung war für den 7. Januar um 16:45 Uhr anberaumt worden, wurde jedoch wegen Ungeduld einer nicht unwesentlich beteiligten Person zum Entsetzen aller kurzfristig auf 5:30 Uhr desselben Tages vorverlegt. Bedingt durch diese Aktivität zu unchristlich früher Stunde konnte natürlich kein ausgeschlafenes Bürschchen aus mir werden.

Entsprechend müde verlief auch meine Schulzeit: Nachdem man mich wegen zu reger Unteilnahme am Unterricht vom Gymnasium zwangsexmatrikuliert hatte, entschied ich mich dafür, dem Schlosserhandwerk den goldenen Boden auszuschlagen. Es folgten Versuche, mich als Unteroffizier der Bundeswehr, kaufmännischer Angestellter und freiberuflicher Dozent durchs Leben zu schlafen, was jedoch stets daran scheiterte, daß mich meine Vorgesetzten nicht zur Ruhe kommen ließen. Schließlich fand ich mich damit ab, daß aus einem Typen wie mir nichts Anständiges werden kann. Seitdem schreibe ich.

Mittlerweile nennt man meinen Namen bereits in einem Atemzug mit Kishon. Zitat aus der FAZ: »Kishon war ein begnadeter Satiriker, ganz im Gegensatz zu Kaelo.«


one step back