Hella von Sinnen - eine häßliche, dicke Frau, die aussieht, wie ein häßlicher, dicker Mann, der sich als häßliche, dicke Frau verkleidet hat. Eine unförmige, schrille Preßwurst im paranaturdarmenen Overall. Taucht aus unerklärlichen Gründen in mindestens jeder zweiten Promi-Veranstaltung als Gast auf, was zwangsläufig eine elementare Frage aufwirft:

Warum?

Diese Frage wiederum bietet zwei Antwortmöglichkeiten:

  1. Weil sie ein Promi ist
  2. Weil sie zu Recht arbeitslos ist und deshalb immer dann kurzfristig als Surrogat zur Stelle sein kann, wenn gerade kein richtiger Promi zur Verfügung steht.

Der erste Punkt scheidet aus, denn um ein Promi zu werden sollte man selbst in Deutschland, dem El Dorado für forumsuchende hirn- und talentlose Exhibitionisten, wenigstens mal IRGENDWAS gemacht haben, gesungen, geschauspielert, gezaubert, was auch immer ... Bleibt die zweite Möglichkeit. Sic!

H. v. S. kommt immer dann zum Zuge, wenn in einer Stellenausschreibung folgendes Bewerberprofil zu lesen ist:

Gesucht wird ein geschlechtsneutrales Wesen, welches über eine Stimme verfügt, die bezüglich Lautstärke und Frequenz ohne weiteres geeignet ist, die Mauern von Jericho zum Ein- oder Kaelo zum Hörsturz zu bringen. Im Idealfall sollte das Bewerber oder -in mit einem im Rheinland sehr häufig und bei Pseudokomikern immer vorkommenden Sprachfehler gestraft sein (Anm. d. Red.: Klar, das Publikum findet Behinderungen immer zum Totlachen, sei es durch flaschenbodendicke Hornbrillen dokumentierte Kurzsichtigkeit, Humpeln oder eben auch Sprachbehinderungen wie Stottern oder die vorher genannte Megaherausforderung für Logopäden). Das Bewerber sollte möglichst viel reden, hierbei jedoch ebenso möglichst wenig, am besten nichts, sagen und eventuelle Mitagierende einschließlich Moderatoren permanent unterbrechen. Mindestens einmal pro Sendung ist explizit darauf hinzuweisen, daß das Bewerber in homosexuellem Konkubinat lebt. Einstellungstermin: auf Abruf, Vertragsdauer: grundsätzlich unbefristet, allerdings droht sofortige Vertragsauflösung bei Zustandebringen eines selbstausgedachten guten Gags.

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